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Mühlen nehmen im Leben des Menschen von alters her eine besondere Stellung ein. Die ersten Wasserräder wurden bereits im römischen Reich (ca. 1. Jh vor Chr.) benutzt. In Europa wurde dann etwa ab dem 11. Jahrhundert mit der weiten Verbreitung von Wasserrädern großflächig die menschliche Arbeitskraft ersetzt. Mit dieser Umsetzung von Naturkraft in Maschinenkraft wurde eine Wende eingeläutet, die letztlich in dem Zeitalter der Industrialisierung, beginnend um 1750, mündete.
Die Klostermühle wurde zusammen mit der Abtei im Zeitalter der Säkularisierung (1803) aufgegeben. Allerdings blieb die Gebäudesubstanz der Mühle nahezu unverändert erhalten und erlaubte vom „Mühleninnenleben“ her eine eindeutige Rekonstruktion und erfuhr im Jahr 1993/94 eine komplette Restaurierung.
Heute ist die Seligenstädter Klostermühle ein wieder zum Leben erwecktes, voll funktionierendes Beispiel einer altdeutschen Mühle.

Die Klostermühle von 1574, die unter Abt Philipp Merkel vor der Barockisierung der Klosteranlage erbaut wurde, ist das älteste in seiner ursprünglichen Form erhaltene Gebäude der ehemaligen Benediktinerabtei. Diese altdeutsche Mühle ist der Nachfolgebau einer Getreidemühle aus dem 11. Jahrhundert. Der zweigeschossige Bau ist ein in nachlebenden spätgotischen Werkformen ausgeführter zweigeschossiger massiver Stufengiebelbau mit Renaissanceformen. Er ist aus Bruchsteinmauerwerk mit geglätteten Ecksteinen und profilierten Fenstergewänden aufgeführt und verputzt.

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